Und so war es nicht das Problem, an gute Ideen für unsere Aktion zu kommen, sondern aus der Vielzahl der geäußerten Ideen per Abstimmung einige wenige herauszufiltern. In den folgenden Gruppenstunden wurden dann Stoffbeutel bemalt, Bilderrahmen hergestellt, Infoplakate über die Kinder in Kathmandu und Körperplakate für unsere geplante Spendendosenaktion gebastelt.
Wir ließen die Jungen raten, wieviel sie wohl mit den Dosen eingesammelt hätten: Von 30,-DM bis 200,-DM wurden verschiedene Summen genannt - umso größer die Begeisterung, als Strömchen den eingesammelten Betrag von 705,-DM veröffentlichte! Groß war auch der Verdienst durch den Verkauf von Freundschaftsbändern, die ich aus Kathmandu mit gebracht hatte. Vor allem im Vorfeld des eigentlichen Aktionstages waren manche Juffis richtige Meister im Verkaufen! Der Rekord lag bei über 100,-DM von nur einem Juffi! Zusammen mit den 33,-DM, die Jonas spontan mit seinem Klarinettenspiel in der Fußgängerzone erspielt hatte, und den Taschengeldspenden von Luca und Dennis erarbeiteten und ersammelten sich die Lausbuben im Enddefekt die stolze Summe von ca. 1.430,-DM (nach Abzug aller Unkosten!).
An dieser Stelle möchte ich allen Lausbuben herzlich danken für ihre große und erfolgreiche Mühe! Ihr habt alle klasse mit angepackt und könnt wirklich stolz auf euch sein!
Den Sponsorenlauf, welche auf der Wunschliste der Jungen ganz oben stand, konnten wir aus terminlichen Gründen übrigens nicht mehr vor dem 08.Dezember organisieren, er soll aber am Sonntag, dem 13.01.2002 nachgeholt werden - hoffentlich auch nochmal erfolgreich.
Nach den letzten Wochen waren viele Lausbuben, glaube ich, froh, dass sie endlich wieder "ganz normal" in der Gruppenstunde spielen konnten, wir Leiter übrigens auch, denn es war schon ganz schön viel Arbeit - aber es hat sich allemal riesig gelohnt!
P.S. 1: Übrigens - Die Kinder in Kathmandu schauten sich mit Jürgen sehr interessiert die Fotos von unserem Dal Bhat-Essen im Marienheim an, die Jens dorthin gemailt hatte (Danke, Jens!). Ihr spontaner Kommentar: Der Krishna (so werde ich von den Kindern dort genannt) gibt den Kindern in Deutschland aber ein schlechtes Essen. Da war ja noch nicht einmal Gemüse oder Mixed Pickles (eingelegtes scharf-saures nepalesisches Gemüse) dabei. Recht haben sie!
P.S. 2: Bislang war es nur eine fixe und vielleicht auch spleenige Idee von mir. Jetzt aber plane ich tatsächlich konkret an einer direkten Begegnung von Viersener Kindern bzw. Jugendlichen und Straßenkindern in Kathmandu - in Kathmandu! Ich glaube, beide Seiten können unglaublich viel voneinander lernen - und die Vorstellung, dass nepalesische Kinder deutschen ihre Stadt zeigen, fasziniert nicht nur mich. Mehr dazu wahrscheinlich später!