Ausflug zum Bilderbuchmuseum

Am 3.12.2011 ging es um 8:30 Uhr sehr früh schon los. Wir haben uns am Pfadfinderhaus getroffen um gemeinsam zum Viersener Bahnhof zu gehen. Von hier aus haben wir um 9:27 Uhr den Zug Richtung Mönchengladbach genommen, wo wir in den Zug nach Troisdorf umgestiegen sind. Viele von uns haben im Zug zunächst gefrühstückt. Dann haben wir Karten gespielt uns Witze erzählt und gewettet wer beim nächsten Halt des Zuges stehen bleibt und wer es nicht schafft. Um 11:00 Uhr waren wir dann, nach langer Zugfahrt, endlich in Troisdorf am Bahnhof. Von hier aus ging es dann zu Fuß zum circa 2 Kilometer entfernten Bilderbuchmuseum in der ehemaligen Burg Wißem. Als erstes fiel uns natürlich der Spielplatz auf, auf dem wir natürlich sofort spielen wollten. Unsere Leiter haben uns leider direkt ins Haus gescheucht, wahrscheinlich weil es geregnet hat. Für 11:30 Uhr hatten wir eine Gruselführung geplant. Die nette Dame empfing uns direkt, begrüßte uns und gab uns ausreichend Zeit, damit erstmal alle die Toilette besuchen konnten. Es dauert halt seine Zeit bis 16 Kinder und 5 Leiter fertig sind mit dem Toilettengang und dem Ausziehen der Jacken und Rucksäcke und so ging es um 12:00 Uhr dann endlich los mit der Gruselführung. Unsere Führerin erzählte uns zu Beginn eine Geschichte über die Witwe Moos und ihren Zauberbesen. Wir waren alle gefeßelt von der Geschichte und so waren wir, normalerweise als Flohhaufen bekannt, auf einmal ganz leise und hörten gespannt zu. Dass das Buch schwarz-weiß war, hat uns sehr gewundert. "Weil das schon so alt ist!" war natürlich die erste logische Begründung, aber unsere Führerin belehrte uns eines Beßeren "So alt ist das Buch noch gar nicht" und schon waren wir beim Thema Farben und was sie bedeuten. "Wofür steht denn schwarz?" fragte uns die Führerin. "Dunkelheit", "Angst", "Gruseliges" entfuhr es uns sofort. "Und die Farbe weiß?" Hier fiel uns nicht sofort etwas ein, also gab es noch eine kleine Hilfe "Welche Farbe hat denn die Friedenstaube?" "Weiß" war natürlich sofort unsere Antwort. "Und welche Farbe hat die Flagge, die gehißt wird, wenn man zeigen will, daß man in Frieden kommt?" "Weiß", man waren wir gut! Und dann die schwierigste Frage "Wißt ihr welche Farbe noch immer in Gruselbüchern auftaucht, neben schwarz und weiß?" "Weiß", ups da hatte einer nicht richtig zugehört! "Außer schwarz und weiß" erinnerte uns die Führerin. "Grau" "Jaaa richtig die Grauabstufungen natürlich, aber was denn noch?" und nach langem Raten und wildem Rumgemunkel dann endlich die richtige Antwort: "Rot". "Genau rot" freute sich unsere Führerin und war ganz stolz uns in die Farbenlehre eingeführt zu haben. Daß rot auch das Herz ist, wußten wir natürlich sofort und auch Feuer hat die Farbe rot fiel uns auf. Aber auch Blut ist rot wußte Elias. Die Führerin war begeistert "Ja alles richtig, sehr gut!". Dann endlich der langersehnte Moment "Dann wollen wir mal in den Turm gehen!". Man bat uns leise zu sein, damit wir die Geisterfamilie, die dort wohnt nicht erschrecken. "Manchmal zeigen sich die Geister, aber nur gaaanz selten, haltet die Augen gut offen, vielleicht entdeckt ihr einen Geist!" So gespannt, aber natürlich scheinbar ganz cool gingen wir die steile Holztreppe auf den dunklen, kalten Dachboden. Wir setzten uns alle auf eine Decke, die in einer Ecke auf dem Boden lag, um uns herum lagen Kißen, an den Balken hingen gebastelte Gespenster, in der Mitte von uns lag eine riesige Spinne. Wir waren alle mächtig gespannt, was jetzt kommen sollte und da sagte unsere Führerin auch schon "Ich muß mal eben weg!". Mit großen Augen saßen wir da, gespannt was jetzt paßieren würde und da kam sie auch schon wieder mit einem schwarzen Karton in der Hand. "Wer traut sich hier mal reinzufaßen?" Justin ganz cool "Ich!" auch einige andere von uns meldeten sich, doch weil Justin der erste war, durfte er. Er zögerte und war auf einmal ganz unsicher "Mach du lieber sagte er zu Phil" und so war Phil der Mutige, der zuerst in die komische schwarze Kiste packen durfte. "Ihhhhh" kam es aus Phils Mund und blitzschnell zog er seine Hand wieder aus der Kiste raus. Jetzt wollte sich natürlich keiner mehr entgehen laßen in die seltsame Kiste zu faßen und so riefen alle auf die Frage "Wer will jetzt?" "Ich", "Hier", "Bitte"! Einer nach dem anderen faßte in die Kiste der eine cool "Ist doch gar nicht so schlimm", der andere erschrocken "Bah was ist das?" und die Coolsten wußten natürlich direkt was das war, aber Pßt, keiner durfte was verraten. Als der Letzte dann endlich in die Kiste gefaßt hatte, lüftete unsere Führerin das Geheimnis und öffnete den Karton. Sie hatte von hinten in den Karton gefaßt sich einen Gummihandschuh angezogen und damit, immer bevor einer in die Kiste gefaßt hatte, in naße Wolle gefaßt, die ebenfalls im Karton lag. "Achsoo, du warst das" konnte man hören und natürlich waren wir alle gleich wieder so cool wie immer "So schlimm war das ja gar nicht" wurde dann nochmal betont. Jetzt durften wir selber noch etwas kreativ sein, dazu gingen wir in ein anderes Gebäude, wo unsere Führerin schon ein paar Kleinigkeiten vorbereitet hatte. Auf jeden Platz lag ein kleiner Zettel und in der Mitte auf dem Tisch einige Buntstifte. "Schaut mal bitte alle nach vorne!" zog die nette Dame die Aufmerksamkeit auf sich. "Ich habe euch hier etwas gemalt, wer weiß was das ist" "Das ist die Burg hier!" "Sehr gut, ein Kompliment für mich, also habe ich gut gemalt. Eure Aufgabe ist es jetzt mal mit dem eben über Farben Erlernten dieses Bild gruselig machen. Ihr könnt alles malen, was ihr glaubt was dieses Bild gruselig macht!" Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und schon hatten wir alle Buntstifte in der Hand und fingen an zu malen. Der eine Wölfling malte eine Spinne, der andere Zombies und der wieder ein anderer malte Meßer und Blut. Als jeder sein Bild gemalt hatte durften wir unsere Bilder außchneiden und auf das große Bild kleben. Jetzt hatten wir ein großes, gruseliges Bild von der Burg Wißem, das wir selber gestaltet haben, wir waren mächtig stolz auf unser gemeinsames Kunstwerk. Anschließend durften wir noch in die Mitmachaußtellung Janosch im Erdgeschoß, in der wir Vieles entdecken konnten. Es gab eine Ruheecke, wo Bücher von Janosch lagen. Es gab sogar einen ganzen Raum, in dem grüner Teppichboden lag, auf dem Straßen eingezeichnet waren. Hier sind wir mit Traktoren, Polizeiautos und Feuerwehrautos Rennen gefahren. Außerdem gab es ein kleines Haus in dem ein Tisch und ein Herd standen. Tim hat für die Kinder "gekocht" und einige saßen am Tisch und haben Tims Leckereien gegeßen. Norman entdeckte einen Hut, den er sich gleich aufsetzte und zum Spielen anbehielt (Gruppenfoto). Es gab auch eine kleine Ecke, in der Ausmalbilder zu Janosch lagen, die man ausmalen konnte, auch hier haben sich einige von uns beschäftigt. Gegen 13:30 Uhr hat Lisa uns zusammengetrommelt und wir haben noch ein kleines Gruppenfoto gemacht. Danach durften wir noch etwas draußen auf dem Spielplatz spielen, bis wir uns um 14:00 Uhr auf den Weg zurück nach Viersen gemacht haben. Die Zugfahrt war jetzt besonders anstrengend, wir waren müde, aber auch glücklich über unser gemeinsames Plakat und die schönen Erlebniße, die wir heute hatten. Als wir um 17:00 Uhr wieder im Pfadfinderhaus waren durften wir noch den Film "Nachts im Museum" schauen, während Eva, Sophie und Lisa uns Eßen gekocht haben. Es gab Penne mit Tomatensoße, wir waren alle so satt als wir fertig waren. Das Beste war natürlich trotzdem der Nachtisch: Schoko- und Vanillepudding mit Erdbeer- oder Schokosoße, da hatten wir auch alle noch Platz für. Nach dem Eßen haben die Leiter noch eine kleine Party für uns vorbereitet. Es gab Bowle und Chips und wir durften tanzen und toben. Das hat uns allen großen Spaß gemacht. Damit wir nach der Party wieder zur Ruhe kommen konnten, haben wir noch den Film zu Ende geschaut, uns gewaschen und dann mußten wir in den Schlafsack. Müde wie wir waren, konnten wir alle sehr schnell einschlafen. Am Sonntag dann mußten wir um 8:30 anfangen aufzuräumen, damit wir frühstücken konnten. Einige von uns hatten so ihre Probleme die ganzen Sachen wiederzufinden, das war aber auch kompliziert. Woher soll ich denn wißen, was mir gehört?! Als wir dann auch noch gefegt hatten, gab es endlich Frühstück. Lisa hatte frische Brötchen geholt, für jeden gab es eins. Cornflakes gab es und Kakao und wir hatten auch noch Reste von der Bowle, die wir noch trinken durften. Frisch gestärkt ging es noch einige Zeit Fußball spielen mit Felix und Sascha, während Eva, Sophie und Lisa die Küche wieder aufräumten. Dann gingen wir alle zusammen auf den Büchermarkt zu unserem Stand, an dem wir noch 2 Stunden halfen Kuchen und andere von uns gebastelten Dinge zu verkaufen für die Kinderküche Nesthäkchen. Das hat unsere letzten Kraftreserven noch mal ordentlich verbraucht, bis wir um 12 Uhr am Pfadfinderhaus wieder abgeholt wurden. Alles in allem war es ein super schönes Wochenende, wir waren größtenteils jedenfalls super lieb und die Leiter sehr zufrieden mit uns. Den Ausflug und die Nacht haben wir ohne Mama und Papa sehr genoßen und freuen uns jetzt sehr auf das Winterlager.

                       

 

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