Besuch im Schokoladenmuseum
Am verschneiten Samstag, den 18.12., trafen wir uns gegen 12:30 Uhr gemeinsam mit den Wölflingsmädachen am Pfadfinderhaus, um nach Köln ins Schokoladenmuseum zu fahren. Nachdem wir unser Gepäck für die Nacht in den Turnraum gebracht hatten, konnten wir uns langsam in Richtung Viersener Bahnhof aufmachen.
Unsere Leiter hatten eine günstige Verbindung über Mönchengladbach nach Köln herausgefunden. Zum Umsteigen in den Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis hätten wir fünf Minuten Zeit gehabt. Unglücklicherweise verspätete sich unser erster Zug nach Mönchengladbach jedoch schon um 20 Minuten. Nach dem sich die Leiter beraten hatten, welche Alternativroute nun genommen werden solle (über Düsseldorf, Duisburg oder Krefeld) und wir zwei Mal den Bahnsteig wechseln mussten, ging es dann mit ca. 25 Minuten Verspätung nach Krefeld. Dort genossen wir weitere 35 Minuten Aufenthalt, den wir mit dem Laurenziaspiel erträglicher machten. Um 15:30 Uhr war es dann endlich soweit: Wir erreichten Köln dank der Wetterverhältnisse bei strahlendem Sonnenschein mit insgesamt 55 Minuten Verspätung.
Nachdem wir uns durch den vollen Bahnhof gequält hatten, stand natürlich zu aller Erst ein Foto vor der Kulisse des Domes an.
Anschließend machten wir uns zwischen den Museen und der Philharmonie mit der schalldichten Decke auf den Weg zum Rhein, an dem wir ca. 20 Minuten flussaufwärts zum Schokoladenmuseum stapften. Dort angekommen kauften die Leiter die Eintrittskarten und wir Wölinge nutzen die Zeit, um schnell zur Toilette zu laufen.
Dann war es endlich soweit: Wir konnten das Museum betreten. Hier gab es Einiges zu sehen. Wie entsteht eigentlich ein Schokoladen-Weihnachtsmann? Was ist Schokolade überhaupt? Wo wächst Kakao? Auf all das wusste die Ausstellung eine Antwort. Besonders spannend war der hauseigene Regenwald, in dem echte Kakaopflanzen wachsen. Der Höhepunkt ist natürlich der Bereich, in dem eine Schokoladenproduktionsstraße aufgebaut ist. Hier kann man von Anfang bis Ende alle Schritte vom Kakao bis zur fertigen Schokoladentafel anschauen. Und wer vergessen hat, wie Schokolade eigentlich schmeckt, konnte am Schokobrunnen einen eingetauchten Keks in Empfang nehmen. Dann ging es nur noch durch die Abteilung "Geschichte der Schokolade", in der man Dinge über die Maya, Schokoladenautomaten und ähnliches näher gebracht bekam. Zum Abschluss unseres Museumsbesuches konnten wir uns im Schokoshop noch mit Leckereien ausstatten (ob für uns selbst oder für die Lieben daheim bleibt ein Geheimnis...).
Nach unserer komplizierten Hinfahrt verpassten wir am Bahnhof natürlich auch noch die geplante Verbindung in die Heimat. Deshalb durften wir noch einmal ca. 30 Minuten auf dem Bahnsteig verbringen bis uns dann ein Zug über Gladbach zurück nach Viersen brachte (In Gladbach wartete der Zug tatsächlich am gegenüberliegenden Gleis - so wie es bei der Hinfahrt geplant war).
Um 20.00 Uhr erreichten wir dann nach einem weiteren Fußmarsch (vom Bahnhof zurück zum Haus) müde und erschöpft das Pfadfinderhaus. Jetzt hieß es erst einmal den Schlafplatz einrichten, während sich ein Teil der Leiter um das Abendessen kümmerte. Es gab Penne Bolognese mit Salat und zum Nachtisch wahlweise Schoko- oder Vanille-Paradiescreme.
Nach dem Abendessen und Spülen spielten wir das von Felix vorbereitete Jeopardy zum Thema "Weihnachten" und sammelten in vier Teams fleißig Punkte. Gegen 23.00 Uhr hieß es dann (endlich) "Zähneputzen und ab in die Falle". Nach einer kurzen Abstimmung zwischen Bibi Blocksberg und den drei ??? (die Bibi Blocksberg im Stechen knapp für sich entschied) gab es dann noch ein Höspiel und dann schliefen wir nach und nach ein.
Am nächsten Morgen machten einige es den Leitern unmöglich, noch weiter zu schlafen. Während Lisa frische Brötchen holen fuhr, kümmerten sich die übrigen Leiter um den Frühstückstisch und halfen uns Wöflingen beim Aufräumen und Packen.
Gegen 11.00 Uhr hatten wir es dann geschafft und einen tollen Ausflug mit anschließender Übernachtung hinter uns gebracht. Müde fiehlen wir unseren Eltern in die Arme.
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